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Eine Nachbarschafts-Initiative

Blühstreifen für Stafstedt

Aus Wegrand wird Lebensraum.

Entlang einiger Wege und Straßenränder im Norden unseres schönen Dorfes lassen wir es blühen. Bewusst, geplant und auf eigene Kosten.

Worum geht’s?

Wir lassen den Wegrand blühen

Dort, wo sonst kurz gemähter Saum war, wächst jetzt eine bunte Mischung heimischer Wildblumen und Kräuter. Margerite, Wilde Möhre, Hornklee, Flockenblume: Pflanzen, die hierher gehören und die unsere Insekten kennen und schätzen.

Das Saatgut ist kein Gartencenter-Bunt, sondern zertifiziertes Regiosaatgut: gebietsheimische Arten, die in der freien Landschaft ausgebracht werden dürfen. Genau dafür ist es gemacht.

Klingt nach großem Naturschutzprojekt? Nein, es ist ganz einfach: blühen lassen statt wegmulchen.

Warum wir das machen

Ein paar Quadratmeter hier, ein paar da: und alle gewinnen.

Insekten verschwinden, und mit ihnen die Vögel, die von ihnen leben. Der Grund ist fast immer derselbe: Es fehlt an Nahrung und an durchgehendem Lebensraum. Eine kurz gemähte Grasnarbe bietet beides nicht.

Ein blühender Wegrand schon. Und das Entscheidende: Er steht nicht allein.

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Nahrung & Kinderstube

Pollen und Nektar vom Frühjahr bis in den Herbst — für Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen. Die Stängel bleiben über Winter als Unterschlupf stehen.

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Trittstein im Biotopverbund

Jeder blühende Saum ist ein Trittstein. Aneinandergereiht werden die Wegränder zu einer Biotopverbundachse — einem Korridor, auf dem Arten von Fläche zu Fläche wandern können.

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Mehr als nur Grün

So wird aus gewöhnlichem Straßenbegleitgrün ökologisch hochwertiger Lebensraum — ohne zusätzliche Fläche, einfach durch anderes Mähen.

Wer dahintersteckt; und ob das erlaubt ist

Nachbarn. Eigenes Geld. Alles geregelt.

Was Sie tun können

Eigentlich nichts. Und genau das ist der Witz an der Sache:

Einfach stehen lassen

nicht zertrampeln nicht wegmulchen nicht „aufräumen“

Der Blühstreifen funktioniert am besten, wenn man ihn einfach in Ruhe sein Ding tun lässt. Um den Rest kümmern sich die Verantwortlichen.

Fragen & Antworten

Was man sich fragen könnte

Sieht das nicht einfach ungepflegt aus?

Die ersten Wochen wirken ungewohnt — das stimmt. Eine Wildblumenfläche hat ihren eigenen Rhythmus: mal hoch, mal abgeblüht. Was wie „unordentlich“ aussieht, ist für Insekten der gedeckte Tisch. Ein- bis zweimal im Jahr wird abschnittsweise gemäht, damit es Fläche bleibt und nicht verbuscht.

Ist das nicht einfach Unkraut?

Nein. Es ist eine gezielt ausgesäte Mischung gebietsheimischer Wildpflanzen aus zertifiziertem Regiosaatgut — genau die Arten, die hier von Natur aus vorkommen und mit den heimischen Insekten zusammenpassen. "Unkraut" gibt's nur auf dem Acker: Hier ist es eine Insektenweide.

Was ist mit der Verkehrssicherheit?

Die hat Vorrang. Sichtfelder an Kreuzungen und Einmündungen, Bankette und die Wege selbst bleiben frei und werden regelmäßig gepflegt. Geblüht wird nur dort, wo niemand behindert oder gefährdet wird.

Wer bezahlt das?

Die beteiligten Anwohnerinnen und Anwohner, aus eigener Tasche. Für die Gemeinde und die Allgemeinheit entstehen keine Kosten. Wer sich aber mit einer Spende beteiligen möchte, darf sich gerne an uns wenden.

Wer steckt dahinter?

Hinter dieser Aktion stecken ein paar Bewohner Stafstedts: Der eine ist Landwirt, die andere kennt sich mit Insekten aus. Einer arbeitet im Büro, eine andere ist in der ganzen Gegend unterwegs usw. Es geht dabei aber nicht um uns, sondern um mehr Blüten da, wo sie niemandem etwas antun.

Kann ich mitmachen?

Gern. Ob ein eigener Wegrand, eine Saatgut-Spende oder einfach Mithilfe beim Mähen im Spätsommer: melden Sie sich (Kontakt unten). Je mehr Trittsteine, desto stärker der Verbund.